Brustkrebs

BrustkrebsSie zeigen eine Reaktion. Wenn wir von den sekundären Geschlechtsmerkmalen der Frau reden, heißt es bei Männern oft: der Jagdinstinkt ist geweckt. Allein der optische Reiz einer weiblichen Brust genügt, um bei der Partnersuche alle Aufmerksamkeit auf die Frau zu lenken. Den Frauen selbst ist das nicht unangenehm. Ihr Busen ist für sie persönlich nicht weniger ein Sinnbild für Attraktivität, Weiblichkeit und ein gutes Körpergefühl.

Alle haben Brustkrebs?

Groß, straff und formschön soll er für die Mehrheit sein. Umso schlimmer trifft Frauen die Diagnose Brustkrebs. Statistisch gesehen mag es in solch einem Moment ein schwacher Trost sein, dass sie dann nicht die einzige Frau mit diesem Leiden sind. In der westlichen Welt gehört Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei der Frau (rund 28% aller Krebserkrankungen). Der bösartige Tumor in der Brustdrüse des Menschen kann aber auch Männer befallen und ist in der Regel gut heilbar.

Ursachenforschung Brustkrebs

Kaum hat der Arzt die Diagnose gestellt kreisen auch schon die Gedanken. Befürchtungen, eine oder beide Brüste müssten infolge der Behandlung abgenommen werden, kommen auf. Der Verlust der Weiblichkeit. Ein unerträglicher Gedanke. Es stellt sich die Frage, ob man den Krebs durch seinen Lebenswandel selbst verschuldet hat. Rauchen, zuviel Alkohol, starkes Übergewicht oder eine Diabetes Typ 1 Vorerkrankung gelten unter Experten als Risikofaktoren. Das heißt allerdings nicht, dass automatisch jede Frau mit solchen Vorlieben automatisch das Opfer einer Brustkrebserkrankung wird.

Brustkrebs - So fängt es an

Denn die genauen Ursachen, warum sich bevorzugt bei Frauen Brustkrebs ausbildet, liegen bis heute im Dunkeln. Wissenschaftler können also nicht zweifelsfrei die Gründe für den Befall nennen, verfügen mittlerweile aber über genaueste Erkenntnisse, wie der Brustkrebs sich ausbreitet. "Das ist nichts weiter als ein mutierter Zellhaufen!" heißt es da unter Insidern. Krebszellen haben, genau wie gesunde Körperzellen, die Angewohnheit sich zu teilen. Im Gegensatz zu gesunden Körperzellen können sich Krebszellen im gesamten Körper ausbreiten (Metastasenbildung) und auch in benachbartes Gewebe eindringen.

Der Ursprungsort des Tumors ist dann beispielsweise die Brustdrüse. Die Ableger von den mutierten Zellen (Metastasen) können sich aber auch im Lymphknoten unter der Achselhöhle befinden (etwa bei 20-40 Prozent aller Frauen kommt es zur Metastasenbildung). Zu allem Überfluss können Hormone (Östrogene etc.) das Wachstum von Krebszellen auch noch anregen. Je früher eine Frau heutzutage also die Monatsblutung bekommt und je später sie in die Wechseljahre kommt, desto größer ist die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken.

Das macht die Medizin bis heute dagegen

Forschung in der MedizinBesorgniserregende Blicke beim Abtasten der Brust hat es schon viele gegeben. Frauen hängen sprichwörtlich an ihrem Busen und möchten unter allen Umständen einen vollständigen Verlust vermeiden. Nach den drei bewährten Säulen der Behandlung steht daher an erster Stelle:

a) die brusterhaltende Operation: Hierbei findet ein chirurgischer Eingriff statt, bei dem der Tumor sowie sämtliche Metastasen im Lymphknoten entfernt werden. Sind Tumore bzw. Metastasen zu groß, wird in der Regel erst versucht mittels Strahlentherapie den Tumor zum Schrumpfen zu bringen. Nur in Ausnahmefällen, wenn der Tumor bereits zu groß ist und die Krebszellen sich zu weit ausgebreitet haben, muss die Brust abgenommen werden (Masketomie)

b) Chemotherapie: Die Einnahme von Medikamenten, die die Zellteilung von Krebszellen stören, kommt häufig zum Einsatz und ist meistens mit guten Erfolgsaussichten verbunden.

c) Hormontherapie: Wenn körpereigene Hormone (Östrogene, Gestagen etc.) dem "Feind" (Krebszellen) Nahrung bietet, dann hilft eine Hormontherapie weiter. Durch Einnahme von Antihormonen soll die Bildung von Hormonen in den Eierstöcken eingedämmt werden. Weniger Hormone bedeuten dann gleichzeitig weniger Weiterentwicklungspotential für Krebszellen.

Neue Antworten der Forschung

Im Kampf gegen den Brustkrebs hat die Forschung mittlerweile allerdings schon aufgerüstet:

  • Granatapfelextrakt: Wissenschaftler der University of California sind in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass die spezifischen Inhaltsstoffe des Granatapfelsaftes (Ellagsäure) das Wachstum von Brustkrebszellen zum Stillstand bringt. Sie verglichen eine einprozentige mit einer fünfprozentigen Lösung und waren erstaunt, dass bereits die einprozentige Lösung das Wachstum von Krebszellen zum Erliegen brachte.
  • Impfstoff gegen Brustkrebs: Bisher war es der Tumor der uns krank machte. Was aber wäre, wenn der Tumor plötzlich selber "krank" wird? Wenn eine Entzündung im Kern den Tumor zerstört? Ausgelöst von Abwehrzellen, die die Krebszellen angreifen. Forscher arbeiten derzeit fieberhaft in einem Test daran diesen Mechanismus auszulösen. Jede Frau kann dann ihr individuelles Impfserum - bezogen auf ihre körpereigenen Abwehrzellen - erhalten.